Warum kommt der beste Weihrauch der Welt aus dem Oman?

Eingetragen bei: Weihrauch-Blog | 0

WeihrauchWelt Weihrauchbaum Boswelia sacra Olibanum Oman 11

Der beste Weihrauch der Welt kommt unbestreitbar aus dem Oman. Es sind die einzigartigen klimatischen und geologischen Bedingungen, die ihn dazu machen. Dazu gehört die Sonne, der kalkhaltige Boden, die Temperaturen und vor allem die einzigartige Kombination der Niederschläge. Der Oman ist ein Wüsten- und Gebirgsstaat und dementsprechend heiß und trocken. Allerdings verwandelt der jährliche „Khareef“ den Süden in eine grüne Oase. Wie mit dem Schalter schlagen das Klima und die Niederschläge um und verwandeln die ganze Region. Dieses Naturschauspiel ist einzigartig in der Gegend und lockt viele Besucher aus den reichen Golfstaaten an.

Durch den Wechsel von Trockenheit und Luftfeuchtigkeit entstehen unterirdische Flüsse in den Felsen, die wiederum Quellen an verschiedensten Orten in Wasserfälle verwandeln. Diese klimatische Besonderheit ist wohl der Hauptgrund für die Qualität des omanischen Weihrauchs.

Und genau dieses Gleichgewicht war im Jahr 2018 massiv gestört. Wenn man den Oman bereist, sieht man überall bauliche Maßnahmen, die die Wassergewalten, die sich bei Niederschlägen bilden, ableiten, um Schaden an Bauwerken zu vermeiden. Brücken und Straßen sind mit Abflusskanälen durchzogen, damit sie nicht fortgerissen werden. Der Oman ist ein Land der Wadis (Täler), die wie ein große Wasserrutsche wirken, wenn das Wasser aus den Bergen kommt. In der trockenen Zeit fährt man durch die Wüste und sieht neben Kamelen rote Markierungen am Straßenrand, die anzeigen, ab welcher Wasserhöhe Pkws nicht mehr passieren können. Das scheint in der Trockenheit absurd und schwer vorstellbar.

Die jetzige Situation ist aber noch viel schlimmer als die üblichen Niederschläge. Es kam zu außergewöhnlich starken Sturzfluten und extrem hohen Niederschlägen. Es gibt große Schäden, Ernteausfälle und überwiegend Ernten mit schlechter Qualität. Wegen der plötzlichen Knappheit und der großen Nachfrage, die auf ein sehr eingeschränktes Angebot trifft, ist das hochwertige Harz sprunghaft im Preis gestiegen. Es gibt keinen Ersatz für omanischen Weihrauch aus dieser kleinen Region Hogari/Hojari. Es ist ein Segen, dass wir von der herausragenden Ernte vom letzten Jahr große Mengen sichern konnten, noch bevor diese harten klimatischen Herausforderungen begannen. Dafür sind wir sehr dankbar. Die Katastrophe hätte auch uns und somit unsere Kunden schwer treffen können. Es macht Sinn, in verschiedenste knappe Rohstoffe zu investieren, auch wenn das aus verschiedenen Gründen nicht immer leicht ist. Im Gegensatz zu Adlerholz ist die Situation bei Weihrauch aber noch erträglich.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.