Über Weihrauchöl, ätherisches Öl, Destillat und Hydrolat

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Oman Premium Weihrauch Öle Boswellia sacra

Viele Begrifflichkeiten schwirren um das Thema Destillation. Weihrauchöl ist die korrekte Bezeichnung für das Ergebnis der Wasserdampf-Destillation. Aber erst einen Schritt zurück.

Um an den Kern eines Harzes zu kommen, seine Seele, wenn man so will, bedarf es deutlicher Maßnahmen. Ganz grundsätzlich gilt dies auch für Blüten, andere Harze, Hölzer und andere Pflanzenbestandteile. Ohne allzu technisch zu werden, beantworten wir die Frage: Wie komme ich denn an das wertvolle Innere meines Weihrauchs?

Die Wasserdampf-Destillation und Extraktionsverfahren

Die Wasserdampf-Destillation ist eine schonende und sehr natürliche Art, dem Harz der Begierde seine inneren Werte zu entlocken. Wenn es um Weihrauchöl geht, bevorzugen wir diese Art der Destillation. Im Gegensatz zu Extraktionen werden außer Wärme und Wasser keine zusätzlichen Mittel hinzugefügt. Bei den verbreiteten Extraktionen werden zusätzliche, meist künstliche Lösungsmittel eingesetzt. Diese können fest, flüssig oder gasförmig sein. Organische Lösungsmittel sind zum Beispiel Alkohol, Terpene oder Kohlenstoffdioxid (CO2-Extraktion). Mit diesen Zusätzen können die Aromen reagieren, im Positiven wie öfter im Negativem, was die Reinheit des Geruchs verändern kann. Bei der Wasserdestillation wird auf solche Zusätze verzichtet.

Einfluss auf das natürliche Aroma

Allerdings kann auch der Aufbau einer Wasserdampf-Destillation das Aroma beeinflussen: zum Beispiel die Wahl der Temperatur, der Einzelkomponenten oder ob der Kessel beispielsweise aus Kupfer, Edelstahl oder Glas besteht. Extraktionen können auch schonend durchgeführt werden oder sogar das einzige Mittel bei manchen Pflanzen sein, um an ihr „Inneres“ zu kommen.

Ätherisches Öl ist Vertrauenssache

Grundsätzlich gilt: Je nachdem, in welchem Land eine Destillation stattfindet und welcher Destillateur das Sagen hat, können auch unschöne Helfer (z.B. anorganische Säuren) eingesetzt werden, die man nicht mit einem natürlichen Genuss verbindet. Insofern kommt es bei Produkten wie dem Öl, bei dem sich der Ursprung und die Verarbeitung noch viel schwerer als bei einem Harz nachvollziehen lassen, auf eine verlässliche Quelle an.

 

Der Weg durch die Destillationsanlage

Bei unserer produzierenden Wasserdampf-Destillation steigt Wasserdampf des zerkleinerten Weihrauchs, der im Wasser eines Kessels/Kolbens erhitzt wird, auf. Der Dampf nimmt seinen Weg durch die Destillationsanlage, um im Kühler zu kondensieren. Dieses Kondensat scheidet sich im Ölscheide-Trichter in zwei Elemente. Die Ölmoleküle schwimmen oben und sind das Weihrauchöl, auch Destillat genannt. Es ist ein ätherisches Öl. Das Wasser, auf dem die Ölmoleküle im Ölscheidetrichter ruhen, ist das Hydrolat. Das Hydrolat ist sehr stark von den Aromen des Öls und den Wirkstoffen angereichert. Wie stark das Hydrolat angereichert ist, hängt vom Destillationsaufbau ab und auch davon, ob man destilliert, um die größtmögliche Menge an Hydrolat zu produzieren, oder ob man dem Destillationsablauf so wenig wie möglich von seinem nativen Schmierstoff (dem Wasser) entziehen möchte.

Weihrauchöl, Hydrolat und deren Verwendung

Wenn wir destillieren, ist das Hydrolat eine wunderbare Nebenwirkung oder, anders ausgedrückt, ein Nebenprodukt, das vielseitig eingesetzt werden kann. Hauptsächlich geht es bei den Destillationen aber darum, ein reines, intensives und hocharomatisches Weihrauchöl zu schaffen.

Hydrolat findet oft Verwendung in der Kosmetik und im Duft-/Spray-Bereich. Es ist noch spezieller als das Öl, das ebenso bei Kosmetik, vor allem aber in der Parfümherstellung und in verwandten Bereichen eingesetzt wird.

Omanischer Weihrauch, Boswellia sacra, setzt sich von allen anderen Duftharzen ab. Das gleiche gilt nicht minder für seine Seele, das Weihrauchöl. Weihrauch bietet als Harz, als Hydrolat und als Öl gleich drei Geschenke in einem. Was für ein Schatz!

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